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Sehenswürdigkeiten in Bochum |
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Sehenswürdigkeiten in BochumÜbersicht Halde RheinelbeDie Halde Rheinelbe ist 85 Meter hoch. Beim Abbau von Kohle wird auch Gestein über Tage befördert. Dieses Gestein konnten die Menschen aber nicht gebrauchen. Deshalb wurde es in der Kohlenwäsche von der Kohle getrennt. Es wurde dann auf eine Stelle aufgehäuft. So sind im Ruhrgebiet einige Halden entstanden. Viele von ihnen sind Aussichtspunkte oder Sehenswürdigkeiten geworden und auf einigen stehen auch einmalige Kunstwerke. So ist es auch bei der Halde Rheinelbe. Sie liegt in Bochum-Wattenscheid. Auf dem Gipfel steht die Himmelsleiter. Das ist ein Kunstwerk des Künstlers Herman Prigann. Sprialförmig führt der Weg hinauf zur Spitze. Vor dem Kunstwerk befinden sich Treppen.Die Himmelsleiter besteht 35 Betonstücke, die aus einer Dortmunder Zeche stammen. Sie sind 10 Meter hoch aufgetürmt. Der oberste Stein wirkt wie eine Statue. Von dort oben ist der Ausblick über das Ruhrgebiet wunderschön. Im Westen sieht der Betrachter den Förderturm und die Kokerei der Zeche Zollverein in Essen und bei gutem Wetter sogar den Gasometer in Oberhausen. Der Förderturm ist das auffälligste und höchste Gebäude einer Zeche. Alle Fördertürme sind bereits von Weitem zu sehen. In ihm arbeiteten die Hauptschacht Fördermaschinen. Über eine große Winde wurde das Stahlseil gedreht, das den Förderkorb nach oben und nach unten beförderte. Im Norden erkennt man die Veltins-Arena "Auf Schalke" in Gelsenkirchen. Sieht man nach Osten erkennt man das Bergbau Museum in Bochum und Richtung Süden fällt das erhaltene Fördergerüst der stillgelegten Zeche Holland in Bochum auf. Aus mächtigen runden Türmen steigen dicke weiße Wolken auf. Sie stammen aus dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop. Denn dort wird noch heute gearbeitet. Die Bundesregierung hat beschlossen, das im Jahre 2018 keine Steinkohle in Deutschland mehr gefördert wird. Bis dahin sollen alle Zechen geschlossen sein. Deutsches Bergbau-MuseumDas Deutsche Bergbau-Museum in Bochum zeigt die Entwicklung des Bergbaus von den Anfängen bis heute. Die Ausstellungsfläche beträgt zwölftausend Quadratmeter. Dafür muss der Besucher sich viel Zeit nehmen, damit auch alles besichtigt und ausprobiert werden kann. Wunderschön ist hier das Besucherbergwerk. Hier unten können 2,5 Kilometer Strecke begangen werden. Der Besucher bekommt einen Eindruck, wie die damalige Arbeit unter Tage war. Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum ist das größte Bergbaumuseum der Welt. Das Besondere hier ist, dass Ehewillige unter Tage heiraten können. Sie haben die Möglichkeit in siebzehn Meter Tiefe in der Steigerstube sich das Ja-Wort zu geben. Nach der Zeremonie kann in Brautkleid und Anzug auf den einundsiebzig Meter hohen Förderturm gefahren werden. Dort wird bei einem Gläschen Sekt der Ausblick über das Ruhrgebiet das wunderbare Ambiente des Ruhrgebiets noch weiter unterstreichen. Von weitem zu sehen ist der Förderturm, der 1973 hier aufgebaut wurde. Er stammt von der Schachtanlage Germania in Dortmund. In der Eingangshalle des Museums wird der Besucher schon auf die Arbeit eines Bergmanns eingestimmt. Hier sind die Sachen der Bergleute wie in einer echten Kaue unter der Decke hingehangen worden. Der Besucher wird hier mit "Glück auf" begrüßt. An einer Seite der Eingangshalle befindet sich eine altmodische Lampenstube. Damals wurden die Lampen noch mit Benzin gefüllt. Für den Transport unter Tage wurden Grubenpferde eingesetzt. Die meisten Pferde lebten sechs bis sieben Jahre, manche sogar zwölf Jahre und länger unter Tage. Sie bekamen sogar Urlaub und durften dann auf die Weide ans Tageslicht. Um 1900 waren mehr als 8000 Grubenpferde im Einsatz. Im Bergbau Museum Bochum steht ein Denkmal für die Pferde. Das Grubenpferd Tobias schleppte 12 Jahre lang die Kohlewagen unter Tage in der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen. 1966 durfte es als letztes Grubenpferd wieder ans Tageslicht auf die grüne Weide. Haus WeitmarDas Haus Weimar steht mitten im Schlosspark Weitmar. Es wurde 1943 bei einem Fliegerangriff größtenteils zerstört. Die Ruine ist umgeben von Bäumen. In dem Park steht auch die Sylvesterkapelle. Das genaue Alter der Kapelle ist nicht bekannt. Urkunden aus dem Jahr 1397 beweisen aber, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon da war. Im Jahre 1464 wurde die Kapelle zu einer katholischen Filialkirche ausgebaut. Im Zuge der Reformation gelangte die Kapelle im Besitz der lutherischen Gemeinde. Der Verfall der Kirche führte dazu, dass die evangelische Gemeinde an einer anderen Stelle eine Kirche baute. Der Park lädt zu Spaziergängen ein. Die "Galerie m" ist eine Kunstgalerie und befindet sich ebenfalls im Park. Von hier wird der amerikanische Bildhauer Richard Serra europaweit vertreten. Auch die "Situation Kunst" der Ruhruniversität Bochum stellt hier Werke aus. Die Umgebung des Haus Weitmar wird Weitmarer Holz genannt und ist nach dem gleichnamigen Bochumer Stadtteil benannt. Es ist ein ca. 80 ha grosses Waldstück. Hier sind Wildgehege mit Dammwild und Wildschweinen. Ursprünglich war das Haus Weitmar ein Bauerngehöft. Es wurde im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde als Lehnsbesitz an Adelsfamilien vergeben. Ende des 15. Jahrhunderts war es erstmals ein Rittersitz. 1592 erbaute Johann von Hasenkamp ein neues Haus. 1765 starb der letzte Nachfolger von Johann von Hasenkamp. Er war unverheiratet und somit starb das Geschlecht aus. Das Kloster Werden übernahm das Schloss. 1775 erwarb Friedrich Goswin von Vaerst das Grundstück. Bereits 5 Jahre später verkauft er es an Friedrich von Berswordt Wallrabe. Bis heute ist das Gelände im Besitz der Familie Berswordt Wallrabe. Einmal im Jahr treten Bochumer Schauspielschüler im Schlosspark auf. Dort werden dann berühmte Stück von Shakespeare gezeigt. Aufgrund des Kulturhauptstadtjahres baute die gemeinnützige Stiftung Situation Kunst mit der Förderung des Landes, der Stadt Bochum und der EU einen viergeschössigen Glasbau. Er ist ca. 800 qm gross und steht in der Ruine. Hier soll das künstlerische Angebot erweitert werden. Die Ruine, die unter Denkmalschutz steht, wird so zugleich dauerhaft gesichert. Situation Kunst ist ein Gebäude im Park des Haus Weimars. Hier sind Teile der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität. Bahnhof LangendreerIm Bahnhof Langendreer befinden sich eine Diskothek, eine Konzerthalle und auch das Kino "Endstation". Das Kino zeigt vorwiegend Originalfilme mit Untertiteln. Konzeptionelle Filmreihen, Werkschauen und Retrosektive sind ebenfalls hier im Angebot. Sonntags findet das Kinderkino statt. Das sozialkulturelle Zentrum bietet die unterschiedlichsten Veranstaltungen das ganze Jahr über. Das Flüchtlingsreferat und verschieden Theater-, Selbsthilfe- und politische Gruppen sind hier untergebracht. Das Gebäude wurde im Jahr 1908 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Der Bahnhof wurde 1982 stillgelegt und wurde 1984 von einem soziokulturellen Verein übernommen. 1986 wurde nach 2 jähriger Bauzeit der Bahnhof Langendreer eröffnet. Die Kneipe im Bahnhof, auch kurz KIB genannt, bietet eine Küche mit täglich wechselnder Tageskarte an. Das Cafe Endstation ist neben der Kneipe im Bahnhof und bietet einen gebührenfreien Ticket Vorverkauf an. Es stehen am Bahnhof ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Im Bahnhof stehen hochwertige Equipments für Künstler zur Verfügung. Hier sind Lichtanlagen und Tonanlagen vorhanden und können von den Künstlern genutzt werden. Techniker des Bahnhofs stehen ihnen dabei zur Seite. Die Halle hat Platz für ca. 600 Personen. Im Jahr 2010 sanken die Zuschüsse für städtische Theater und Museen. Alle müssen sich etwas einfallen lassen. Der Bahnhof Langendreer lockte mit seinen Angeboten die jüngeren Menschen. Da der Bahnhof als gemeinnütziger Verein zählt, darf er keine Gewinne machen. Den größten Teil muss der Bahnhof selbst erwirtschaften. Daraufhin mussten die Mitarbeit in Kurzarbeit gehen. Das bedeutete aber auch weniger Veranstaltungen und weniger Service. Der städtische Zuschuss beträgt ungefähr ein Viertel. 10 % davon sind in 2010 weggefallen. Das bedeutet 34.000 Euro weniger in diesem für den Bahnhof Langendreer. Haus KemnadeDas Haus Kemnade ist heute im Besitz der Stadt Bochum. Hier sind mehrere Museen und Sammlungen untergebracht. Im Herrenhaus der Burg Kemnade ist eine Musik-Instrumenten-Sammlung mit über 1700 Instrumente aus der Sammlung Grumpt und Ostasiatische Sammlung Erich. Verschiedene Themenausstellungen des Kunstvereins Bochum erweitern das Angebot. Die Schatzkammer Kemnade ist eine geldgeschichtliche Sammlung in der Burg. Im Haupthaus ist ebenfalls ein Restaurant. Hinter der Burg liegt das Bauernhausmuseum. Hier kann sich der Besucher ein Bild von dem Leben und Arbeiten der Menschen des 18. und 19. Jahrhunderts machen. In der Nähe der Burg befindet sich der Kemnader See. Das erste Haus Kemnade brannte 1589 ab. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde auf den Ruinen das neue Haus errichtet. Es scheint eine Wasserburg zu sein, aber der Wassergraben ist wohl ehr zufällig mit dem Grundwassser des alten Ruhrabzweigs gefüllt worden. Über viele Jahrhunderte war das Haus Kemnade Sitz der Gerichts- und Patronatsherren von Stiepel. 1393 wird Wennemar Dücker als erster Lehnsherr urkundlich festgehalten. Von 1410 bis 1414 war Dietrich von Romberg Besitzer der Burg. Dann folgten noch die Herren von Recke und die von Syberg Herren auf Kemnade als Eigentümer. Durch Heirat kam der Besitz in die Hände der Familie von Berswordt-Wallrabe. 1921 kaufte die Stadt Bochum das Haus und das Gelände. Zum damaligen Besitz gehörte auch die Mühle zu Stiepel. Sie stand ca. 200 m flußabwärts der Kemnader Brücke an der Ruhr. Sie war Kameradschaftsheim und Gaststätte. Im Jahre 2002 wurde sie aber abgerissen. Im Haus Kemnade wird der Rittersaal von der Gaststätte, dem Förderverein und dem Museum Bochum für die unterschiedlichsten Veranstaltungen und Events genutzt. Die Pflege und Betreuung der Burg hat der Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e. V. aus Bochum übernommen. EisenbahnmuseumDas Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen befindet sich auf dem gleichnamigen Bahnbetriebswerk, welches bis 1918 erbaut wurde. Bis zum Ende der 60er Jahre wurden hier Dampfloks und Zugwagen gewartet und repariert. Danach wurde der Kohleabbau im Ruhrgebiet unrentabel und der Zugverkehr wurde durch die Schließung vieler Zechen stark eingeschränkt. So wurde auch das Bahnbetriebswerk nicht mehr benötigt. Im Jahre 1977 wurde das Werk von der Deutschen Bundesbahn angemietet und zu einem der größten Museen in Deutschland ausgebaut. Zeche Hannover(60815)Die Zeche Hannover befindet sich in dem Stadtteil Hordel, direkt am Königsgrüber Park. Der Name wurde ihr nach dem Wohnort des Gründers Carl Hostmann gegeben. Sie hat einen prächtigen Malakowturm. Die Fassade ist mit Rundbögen, Simsen und eine Zinnenkranz als Krone verziert. Es sind nur noch die Maschinenhalle und der Turm erhalten geblieben. Der Turm gehört zu einem der ältesten seiner Art im Ruhrgebiet. Die Gartenstadt Dahlhauser Heide wurde nur wenige Meter von der Zeche Hannover errichtet, um dort Wohnraum für die Arbeiter der Zeche zu schaffen. Die Gartenstadt wurde 1907 von der Familie Krupp erbaut. In der Halle steht noch die Dampf-Fördermaschine. Sie ist vermutlich die älteste im westfälischen Bergbau. 1982 putzten Experten die Zeche und dabei kam die ummauerte Maschinenhalle zum Vorschein. Die Anlage gehört heute zum Westfälischen Industriemuseum. Besichtigungen sind nur Sonntags möglich. Es werden hier kostenlose Führungen angeboten. Die „Zeche Knirps“ ist eine ganz besondere Attraktion. Sie ist ein Kinderbergwerk, indem Kinder die Funktionsabläufe eines Bergwerks spielerisch erleben können. Die Zeche zeigt heute, was Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles gemeinsam haben. Sie alle waren Idole des Ruhrgebiets. Der heutige Anblick des Turms erinnert an eine alte Burg. Aber noch imposanter muss der Anblick gewesen sein, als bei Gründung der Zeche zwei grosse Türme zu sehen waren. Auf dem Gebiet der angrenzenden Zeche Königsgrube entstand ein naturbelassener Park. Dort befinden sich Teiche und sogar ein Modellflugplatz. Ein biologischer Lehrpfad bietet einen Einblick in den Wandel der Kulturlandschaft. Eine kleine Halde bietet einen wunderbaren Überblick über das Gelände. Mitte der 70er Jahre wurde die Zeche Königsgrube vollständig abgerissen. Zeche HannoverDie Zeche Hannover befindet sich in dem Stadtteil Hordel, direkt am Königsgrüber Park. Der Name wurde ihr nach dem Wohnort des Gründers Carl Hostmann gegeben. Sie hat einen prächtigen Malakowturm. Die Fassade ist mit Rundbögen, Simsen und eine Zinnenkranz als Krone verziert. Es sind nur noch die Maschinenhalle und der Turm erhalten geblieben. Der Turm gehört zu einem der ältesten seiner Art im Ruhrgebiet. Die Gartenstadt Dahlhauser Heide wurde nur wenige Meter von der Zeche Hannover errichtet, um dort Wohnraum für die Arbeiter der Zeche zu schaffen. Die Gartenstadt wurde 1907 von der Familie Krupp erbaut. In der Halle steht noch die Dampf-Fördermaschine. Sie ist vermutlich die älteste im westfälischen Bergbau. 1982 putzten Experten die Zeche und dabei kam die ummauerte Maschinenhalle zum Vorschein. Die Anlage gehört heute zum Westfälischen Industriemuseum. Besichtigungen sind nur Sonntags möglich. Es werden hier kostenlose Führungen angeboten. Die „Zeche Knirps“ ist eine ganz besondere Attraktion. Sie ist ein Kinderbergwerk, indem Kinder die Funktionsabläufe eines Bergwerks spielerisch erleben können. Die Zeche zeigt heute, was Kumpel Anton, St. Barbara und die Beatles gemeinsam haben. Sie alle waren Idole des Ruhrgebiets. Der heutige Anblick des Turms erinnert an eine alte Burg. Aber noch imposanter muss der Anblick gewesen sein, als bei Gründung der Zeche zwei grosse Türme zu sehen waren. Auf dem Gebiet der angrenzenden Zeche Königsgrube entstand ein naturbelassener Park. Dort befinden sich Teiche und sogar ein Modellflugplatz. Ein biologischer Lehrpfad bietet einen Einblick in den Wandel der Kulturlandschaft. Eine kleine Halde bietet einen wunderbaren Überblick über das Gelände. Mitte der 70er Jahre wurde die Zeche Königsgrube vollständig abgerissen. MaiabendfestDas Maiabendfest in Bochum wird alljährlich seit dem Jahr 1388 von der Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e. V. ausgerichtet. Grundlage dieses Festes bildet eine Fehde aus dem 14. Jahrhundert unter dem Grafen Engelbert III. mit der damaligen freien Reichsstadt Dortmund. Der Graf gründete als Belohnung zur Beilegung der Fehde den Junggesellen des damaligen Bochums eine Stiftung, die ihnen erlaubte, aus den Waldungen Bockholt jedes Jahr einen Maibaum zu schlagen. Malakowturm Julius PhilippDer Malakowturm der Zeche Julius Philipp liegt abseits mitten in einem Wohngebiet des Stadtteils Wiemelhausen. 1875 wurde er aus Backstein erbaut und gilt als einer der Schönsten seiner Art. Der Turm beherbergt ein Museum mit der größten medizinhistorischen Sammlung Deutschlands. Der Förderturm wurde restauriert. Hier sind antike Weihreliefe und ägyptische Eingeweidekrüge zu sehen, aber auch moderne Röntgengeräte und Apparate. Mehr als 10.000 Exponate zeigen die fortschreitende Technik der Medizin. Im Eingangsbereich kann der Besucher per Knopfdruck den Zusammenhang von Medizin und Bergbau zutage fördern. Im "Pharmakognostischen Kabinett des Dr. Vester" sind über 500 Drogen zusammen getragen worden. Es sind hier Tiere, Pflanzen und Mineralien ausgestellt, die einst zur Herstellung von Arzneien dienten. Es finden hier auch Sonderausstellungen statt. Ein davon ist im Jahre 2010 die Ausstellung „Gelenkte Blicke - Rassenhygienische Propaganda und Politik“ gewesen. Studierende der unterschiedlichen Fachdisziplinen wie Medizin und Geschichte von der Ruhruniversität in Bochum haben das Projekt entwickelt. Sie zeigt den menschenverachtenden Umgang mit Kranken und Behinderten in der Nazi-Zeit. Die dampfbetriebene Fördermaschine aus dem Jahre 1893 ist in Betrieb zusehen. Sie wurde von dem Eigentümer der Zeche, Friedrich Krupp, einbauen. 1913 wurde die Maschine von Trommelförderung auf Koepeförderung umgestellt. Dieses System ist nach dem damaligen Zechendirektor Friedrich Koepe benannt, der das System 1877 auf der Zeche Hannover entwickelte. Bei einem Rundgang durch die ehemalige Kolonie der Zeche kann man das Leben der Arbeiter nachvollziehen. Öfters findet hier auch der Kunsthandwerkermarkt statt. Hier zeigen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker Goldschmiedearbeiten, Glasbläserei, textile Kunst, Handweberei, Raumobjekte und Design. Die Verkaufsausstellung findet im Malakowturm und in der Maschinenhalle statt. Alle zwei Jahre findet das größte Dampf Festival in Deutschland statt. Dampfmaschinen sowie zahlreiche Modelle und Modellschiffe werden hier ausgestellt. Im Rahmen dieses Festivals zeigt die Zeche einen Dampf PKW aus den USA und einen seltenen Dampf LKW des Herstellers Sentinel. Die Dampfmaschinen sind meistens in einem Maßstab 1:3 gebaut. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Bochum
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:
Arnsberg
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
100 m ü. NN
Fläche:
145,44 km²
Einwohner:
376.319
Autokennzeichen:
BO
Vorwahl:
0234, 02327
Gemeinde-
schlüssel:
05 9 11 000
